So klappt’s: Energiesparen im Bad

In einem modernen Haushalt bestimmt das Strom das alltägliche Leben: Lampen und Elektro-Geräte sind kaum aus dem Alltag wegzudenken. So verbraucht ein Haushalt mit drei Personen etwa 2.900 Kilowattstunden Strom – das macht je nach Anbieter etwa 830 Euro im Jahr. Ein ziemlich kostspieliges Vergnügen! Dabei lässt sich gerade im Bad einiges an Strom einsparen, da freuen sich Umwelt und Geldbeutel.

Warmwasser reduzieren

Etwa 1/3 aller Haushalte in Deutschland nutzen einen elektronischen Durchlauferhitzer oder einen Boiler zur Erwärmung ihres Wassers. Duschen, Baden und Händewaschen – an kaum einem anderen Ort im Haus fließt so viel Warmwasser wie im Bad. Neben dem Wasserverbrauch steigt zusätzlich der Energiebedarf. Wer seine Stromkosten senken möchte, sollte zu Beginn den Warmwasserverbrauch regulieren. Händewaschen und oder die morgendliche Routine am Waschbecken gehen auch gut mit kaltem Wasser von der Hand. Die Duschzeit sollte die 15 Minuten zudem nicht überschreiten, dies schont gleichzeitig die Haut.

Durch spezielle Handbrausen oder Armaturen lässt sich ebenfalls einiges an Warmwasser einsparen. Wasserhähne mit Temperaturbegrenzern regulieren den Wärmegrad durch eine Maximaltemperatur, sodass nur ein bestimmtes Maß an Strom zur Erwärmung nötig ist. Mit einem Durchlaufbegrenzer lässt sich zudem die Menge an Warmwasser verringern, gleichzeitig sorgt ein Luftsprudler durch die Beimischung von Luft für einen voluminösen Wasserstrahl. Inzwischen machen auch Brausen Gebrauch von Mischdüsen und Mengenbegrenzern. Zudem kann es sinnvoll sein, an manchen Orten lediglich einen Kaltwasserhahn zu platzieren. Im Gäste-WC genügt ein Handwaschbecken, um sich eben schnell frisch zu machen.

Manuell statt Elektro

Ein kleiner Stromfresser ist der elektrische Rasierer. Je nach Veranlagung greift Mann täglich oder einmal die Woche zum Elektrorasierer, um seinen Bart zu pflegen. Hängt er täglich am Ladekabel, steigen die Stromkosten schnell in die Höhe. Dabei genügt es, ihn lediglich bei Bedarf aufzuladen. Alternativ bietet ein Nassrasierer eine gründliche und umweltschonende Rasur.

Auch die elektrische Zahnbürste entpuppt sich schnell als Kostenfalle. Zwar befreit die Bürste die Zähne von allerlei Ablagerungen, doch gleichzeitig benötigt sie einiges an Strom. Vor allem wenn sie Tag und Nacht am Ladekabel hängt! Besser ist es, sie steht nur bei Bedarf auf der angeschlossenen Ladestation. Nach dem Laden, sollte das Kabel aus der Steckdose gezogen werden – so lässt sich unnötiger Verbrauch vermeiden.

Luft statt Föhn und Heizung

Um Strom zu sparen, sollte die Kraft der Luft vielmehr in den Vordergrund rücken. Sie ist allgegenwärtig und sorgt dafür, dass Haare, Handtücher und Wäsche problemlos trocknen. Dies dauert zwar etwas länger, ist gleichzeitig aber auch schonender und günstiger. Ein Föhn verbraucht dank der hohen Wattleistung etwa 2.000 Watt innerhalb von 10 Minuten, das macht je nach Strompreis um die 20 Euro. Wer dennoch auf den Föhn nicht verzichten will, wählt am besten die niedrigste Stufe.

Auch die beliebten Elektroheizkörper im Bad benötigen einiges an Strom: Bei einer Dauer von 2 h am Tag kosten der Einsatz 15 Euro. Sparfüchse hängen das Handtuch lieber auf das Balkongeländer oder lassen es am offenen Fenster trocknen, gerade an warmen Sommertagen trocknet das Tuch äußerst schnell.

Sparsame Lichtquellen

Helligkeit ist im Bad ein wichtiges Thema, gerade bei der Morgenroutine oder der Körperpflege. Aufgrund der Lichtkraft kamen früher Glühbirnen und Halogenlampen zum Einsatz, der Stromzähler lief dabei auf Hochtouren. Moderne LEDs punkten inzwischen mit einer vergleichbaren Helligkeit, zugleich trumpfen sie mit einer höheren Lebensdauer und einem geringeren Verbrauch auf. Wer Geld sparen möchte, sollte somit auf die kleinen Lämpchen setzen.

Radios, elektrische Fußwannen und andere Gerätschaften im Badezimmer versüßen einem das Leben, erweisen sich jedoch ebenfalls als starke Stromfresser. Damit der Stromzähler nicht in Windeseile in die Höhe schnellt, sollten diese Dinge mit Bedacht betrieben werden. So bleiben die Stromkosten überschaubar.

Dieser Artikel wurde von Energieblog.de am 14. April 2018 geschrieben und unter Energie, Energie und Umwelt, Energiekosten abgelegt.

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