Idapt-Ladegeräte: Energie für alle!

Wieder einmal eine gute Nachricht von der Energiefront: Nun gibt es ein Universalladegerät für Smartphones, Spielekonsolen und Handys.

Wie ist das möglich?
Ist doch ganz einfach: Die Idapt-Ladegeräte verfügen über ein cleveres Adaptersystem für unterschiedliche Mobilgeräte. Insgesamt sechs Adapter gehören zum Lieferumfang für Handys von Sony, Samsung, Nokia, Ericsson und iPhone/iPod. In die muntere Adapterrunde gesellt sich zusätzlich ein Adapter für die Spielekonsole Nintendo DS, und ein unter anderem an HTC-Handys passender Mini-USB-Stecker darf auch eifrig beim Laden mitspielen. Aber wer jetzt schon denkt “und wo ist der Adapter für mein…?” Nur nicht gleich in die Luft gehen, denn für einen Preis von acht Euro sind weitere Adapter über den Webshop erhältlich. Und der Distributor stellt auf seiner Webseite zudem eine Liste mit sämtlichen kompatiblen Geräten zur Verfügung. Wenn das kein Service ist…

Zwei Versionen, und zwar L2 mit zwei sowie L3 mit drei Ladeschächten zur Aufnahme der Adapter stehen zur Verfügung. Mittels eines an der Rückseite befindlichen Netzschalters lässt sich der große Schalter abstellen. Im Leerlauf nimmt das Gerät 250 mW auf, während die kleine Version bereits mit 175 mW zufrieden ist. Bezüglich der Ladezeiten für Mobilgeräte konnten zu den originalen Netzteilen keine Unterschiede festgestellt werden.

Tja, und schon kommt der Haken, denn zum einen stehen die aufzuladenden Geräte nach hinten geneigt ohne Führung auf den Adaptern, welche mit der Zeit aufgrund mechanischer Belastung der Ladebuchsen ausleiern oder im schlimmsten Fall beschädigt werden, wenn der Anwender einmal unachtsam ist. Während einige Geräte zum Laden einen Kopfstand machen müssen, nehmen andere eine schiefe Haltung auf dem Ladegerät ein, bei anderen wiederum zeigt in der Ladeposition das Display nach hinten. Clever, dann könnte man direkt noch eine Brille dazu liefern, mit der man um die Ecke gucken kann. Vielleicht wäre hier eine Fusion mit Deutschlands größtem Optiker nicht von Nachteil. Aber damit nicht genug, denn der Adapter kann tief sitzende Anschlüsse – beispielsweise den mit einer Gummidichtung versehenen des Outdoorhandys Sonim XP3 – gar nicht erreichen. Hierbei würde ein Kabel zwar die Optik leiden lassen, aber der Sicherheit den Vortritt geben.

Alles in allem wird sich nur dann lohnen, ein Idapt-Ladegerät anzuschaffen, wenn für ein defektes Netzteil Ersatz benötigt wird und  auch nur für Menschen, die den wackeligen Stand dieses Mobilgerätes ertragen können. Zwar bieten die Geräte die Universalität, für Reisen sind sie jedoch aufgrund ihrer Größe ungeeignet.

 
Quelle: http://www.heise.de/mobil/Universalladegeraet-fuer-Handys-Smartphones-und-Spielkonsolen–/artikel/134599

 

 

Tja, schick sieht das Teil ja aus, irgendwie so richtig high tech. Aber wenn ich mir vorstelle, welchen Gefahren ich als Erziehungsberechtigte meine geliebten Geräte hierbei aussetzen müsste, bleibe ich doch lieber dabei: jedem Gerät sein eigener Adapter. Blöd ist das schon, aber immer noch besser. Die Idee ist im Ansatz m.E. gut, jedoch noch sehr verbesserungsbedürftig. Schade eigentlich.

Dieser Artikel wurde von Energieblog.de am 16. März 2009 geschrieben und unter blog, Energie, News, Technik abgelegt.

2 Kommentare

  1. Badexp (17.03.2009, 9:24 am)

    Hmmm also doch eher nur was für Studenten, vielleicht sollte am Konzept noch einmal etwas gearbeitet werden damit es auch für den Rest nützlich wird 😉

  2. Ulrike G. Reich (23.03.2009, 5:48 pm)

    Vielleicht kann der Hersteller ein Gegenmittel für diese “Kinderkrankheiten” finden und dann etwas vernünftig Funktionierendes auf den Markt bringen, denn die Nachfrage ist meines Erachtens mit Sicherheit vorhanden, nur dann bitte auch etwas, was nicht solche erheblichen Mängel aufweist. Im momentanen Zustand scheint mir dieses Gerät eher als Innovation für eine ABM oder Ergotherapie geeignet…