Der Deutschen Ziel: umweltschonende Nutzung der Energie

Eine Umfrage der TNS Infratest Energiemarktforschung in München ist zu dem Ergebnis gekommen, dass rund drei Viertel der Deutschen Energie im Alltag umweltschonend nutzen wollen.

Immerhin planen 72 Prozent der insgesamt für die Studie 1.504 telefonisch befragten deutschsprachigen Haushalte für die Jahre 2009 sowie 2010 eine sparsame Nutzung von Wasser, Wärme und Licht. Demgegenüber liegt die Zahl derer, welche konkrete Modernisierungsmaßnahmen zur Einsparung von Energie planen, bei schlappen sechs Prozent. Bevorzugt will dieser Teil zur Warmwasserversorgung kurz- oder mittelfristig Solaranlagen installieren, die Stromherstellung kommt hierbei mit fünf Prozent davon.

 

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/493243

 

Natürlich, sechs Prozent, welche sich für Modernisierungsmaßnahmen entscheiden, sind nicht viel, man sollte aber hierbei bedenken, dass solche Maßnahmen auch finanziell möglich sein müssen und die Großzahl der Haushalte wird hierzu leider aufgrund fehlenden Kapitals kaum in der Lage sein.

Beachtensewrt finde ich jedoch, dass ein recht hoher Prozentsatz der Befragten Energien sparsam(er) nutzen wollen. Das sind gute Vorsätze, welche, sofern sie auch tatsächlich umgesetzt werden, nicht wirkungslos bleiben werden. Aufgrund dessen halte ich verstärkte Aufklärung und Informationen hinsichtlich zur Verfügung stehender Energiequellen sowie alle nur erdenklichen Ratschläge zum sinnvollen, sorgsamen, sparsamen und umweltschonenden Umgang mit der Energie und somit mit unserem Planeten, welcher, auch wenn wir ihn “unser” nennen, längst nicht uns gehört, für eine der wichtigsten Aufgaben. Sinnvoll wäre meines Erachtens auch, wenn hierbei eine umfangreiche Aufklärung bereits in den Schulen eingeführt würde, denn Kinder, welche bereits jetzt lernen, dass diese “unsere” Umwelt eine schonende(re) Behandlung verdient hat und was man hierfür tun kann, werden zum einen schnell lernen und zum anderen auch begreifen, dass sie etwas für ihre eigene Zukunft tun können.

Dieser Artikel wurde von Energieblog.de am 09. März 2009 geschrieben und unter blog, Energie, Energie und Umwelt, Energiekosten, Umfragen, Umwelt abgelegt.

3 Kommentare

  1. Badexp (10.03.2009, 9:36 am)

    Neue Technik ist ja alles gut und schön aber es sollte auch finanzierbar sein… ich denke es wird noch einige Zeit dauern bis wirklich alle Privathaushalte in der Lage sind auch umzusteigen, obwohl der wille sicherlich da ist nur die Mittel dafür fehlen.

  2. Florian (Zukunftsreport) (10.03.2009, 11:51 am)

    Diese Umfrage errinnert mich sehr stark an die, die bzgl. der Nutzung von Ökostrom bisher gemacht werden. Auch hier spricht sich ein überwältigender Teil der Bürger für einen Wechsel hin zu einem Ökostromanbieter aus. Und die Realität? Wenige Prozent haben tatsächlich gewechselt.
    So auch hier: Der Geist ist willig…. . Nur mit wirtschaftlichen Alternativen können die Menschen dazu bewogen werden beispielsweise Ihre Energieversorgung umzustellen. Wie man an der Umsetzung sieht fehlen bisher diese Alternativen noch.

  3. Ulrike G. Reich (11.03.2009, 10:33 pm)

    @ Badexp und Florian,

    zunächst danke für die Kommentare. Ich sehe auch Probleme hinsichtlich des finanziellen Faktors und denke ebenfalls, dass wohl sehr viele Haushalte dazu bereit wären, jedoch hierzu leider nicht in der Lage sind.

    Und auch mit Florian kann ich nur konform gehen, viele reden, viele versprechen, wenige tun jedoch etwas.

    Die Aussage “Nur mit wirtschaftlichen Alternativen…” erinnerte mich daran, als ich früher für den Tierschutz an Infoständen und Demos beteiligt war. Irgendwann lag der Schwerpunkt auf Legebatterien und Massentierhaltung. Die meisten gingen achtlos am Infostand vorbei. Als jedoch darauf hingewiesen wurde, dass diese Lebensmittel ja auch beim Menschen gesundheitliche Schäden verursachen könnten, stieg plötzlich das Interesse… So scheint es bezüglich der Umwelt auch zu sein. Ich maße mir nicht an, “alle” über einen Kamm zu scheren, denn es gibt sicher sehr viele Menschen, denen wirklich die Umwelt und nicht nur ihr Geldbeutel am Herzen liegt, aber leider – und das scheint nun einmal knallharte Realität zu sein – ist der Anteil jener, bei welchen lediglich der wirtschaftliche Faktor wenigstens ansatzweise zum Nach- oder gar Umdenken anregt, wichtiger zu sein.

    Schade eigentlich…