Im Untergrund brodelt es…

dieses hört sich zwar an wie eine schlechte Zeile eines schlechten Drehbuches, hat jedoch einen absolut ernsten Hintergrund. Denn hiermit ist gemeint: “Deutschland hat unendlich viel Energie”. Denn unter diesem Motto steht die Ausstellung Geotherem in Weiden, welche noch bis zum 1. Februar 2009 im Foyer des Neuen Rathauses geöffnet ist.

Besser bekannt unter dem Begriff Erdwärme ist der zukunftssichere Energielieferant “oberflächennahe Energie”. Die Energiegewinnung erfolgt, indem die Wärme mittels Wärmepumpen aus dem Untergrund umgewandelt wird und die Möglichkeit des Heizens liefert. Um die Heizkosten zu reduzieren, wird diese Art von Wärmegewinnung von immer mehr Menschen in Deutschland genutzt. Ausgegangen von einem Haus mit einer Gesamtfläche von ca. 150 Quadratmetern ist mit einer Heizkostenersparnis von immerhin 550 bis 600 Euro zu rechnen. Aber damit nicht genug: Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass in der Erdwärme eine ganzjährig verfügbare und schier unerschöpfliche Reserve zur Verfügung steht.

Quelle: Kanal8.de

Beim Lesen dieser Meldung kam mir sofort der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die hieraus folgenden Lieferstopps in Erinnerung, welche allein unserem Land einmal mehr bewiesen haben, dass wir regelrecht – noch – am Tropf anderer Länder hängen, und dabei übersehen diejenigen, die eigentlich, sofern sie nicht am Gauen Star leiden sollten (dieses ist nicht diskriminierent gemeint, sondern soll meine Aussage lediglich versinnbildlicht untermauern) und durch eine Nebenwand blicken, dass wir ohne Probleme Eigenversorger sein könnten. Was alles andere gebracht hat, war ja in den letzten Wochen zu Hauf zu lesen. Aufgrund dessen hatte ich mir auch “Nachfolgeartikel” bezüglich der Streitereien erspart, denn ich gehe nun einfach einmal davon aus, dass es weder im Sinne des Blogbetreibers noch im Sinne der Leser ist, letztlich immer wieder dieselben Themen, nur in umgeschriebener Form zu lesen.

Ich denke, 550 bis 600 Euro Ersparnis, damit könnte man vieles andere tun. Und diejenigen, die nicht aufs Geld schauen müssen, aber dennoch aus dem Umweltgedanken heraus – ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf, dass Menschen Energie auch um der Umwelt und nicht ausschließlich um ihres Budgets willen, Energie einsparen, wo nur irgend möglich – sich für diese Energie entscheiden, könnten hiermit, so sie es nicht selbst dringend und zwingend benötigen, sehr, sehr viel für sehr viele arme Menschen tun, für misshandelte, arme, kanke Kinder, für Kinder in Entwicklungsländern die Schul-/Internatskosten (und diese Kosten sind für unsere Verhältnisse tatsächlich gering, können aber so viel Gutes bewirken), Kinderhospize unterstützen und auch für all die vielen gequälten, verwahrlosten und misshandelten Tiere. Meines Erachtens bilden sie alle, im und mit dem Kreislauf der Natur bzw. Umwelt ein Ganzes. All dies sollte man nicht außer Acht lassen.

Wäre nun der Run auf die “oberflächennahe Energie” sinnvoll oder nicht? Wem würde sie nutzen? Der Umwelt, unseren finanziellen Mitteln oder gar beiden. Bezüglich Umwelt sei nicht außer Acht zu lassen, dass wir auch für die, die jetzt Kind sind und noch geboren werden, eine große Verantwortung tragen und es einfach ihr Recht ist, eine – soweit wie möglich – intakte Unwelt “erben” nebst umweltfreundlichen Energien.

Dieser Artikel wurde von Energieblog.de am 20. Januar 2009 geschrieben und unter blog, Energie, Energie und Umwelt, Energiekosten, News, Presse, Umwelt abgelegt.

2 Kommentare

  1. TomTom (03.02.2009, 1:55 am)

    Stichwort GeoThermie: In Ländern wie Island sehr leicht nutzbar, in Ländern wie Deutschland ein Herrausforderung, aber trotzdem mit Sichereheit eine der Erneurbaren Energieen der Zukunft. Dieses enorme Potenzial wir leider immernoch stark vernachlässigt oder unterschätzt. Photovoltaik und Windkraft hingegen haben in den letzten Jahren eine Art V.I.P-Status erhalten. Doch die anderen Alternativen sollten nicht ausser Acht gelassen werden. Schon gar nicht aus dem wohl wichtigsten Grunde: Was passier mit photovoltaik bei nach und schlechtem Wetter & was ist bei Windenergie bei Windstille? Der GeoThermie sind diese Umstände alle egal. Sie liefert konstant Energie! Es ist nur leider noch viel schwieriger ein 8KM tiefes Loch zu bohren als eine 120m hohe Windmühle hinzustellen. Sollte dieses in Zukunft mit neuer Bohrtechnik einfacher sein, brauchen wir uns um den Strom von Morgen keine Gedanken mehr machen. Und die Technik wir mit Sicherheit auch bezahlbar werden.

  2. Ulrike G. Reich (12.02.2009, 1:41 pm)

    Sicher, es stellt eine Herausforderung dar, aber eine, wie ich meine, die sich lohnt, sich ihr zu stellen. Wird diese Energiequelle jetzt auch noch vernachlässigt, irgendwann wird irgend etwas eintreten, was die Verantwortlichen in die Knie zwingt, sich dieser Energiequelle zu widmen und sie auszubauen. Wurden nicht auch Photovoltaik und Windkraft vor Jahren nicht ernst genommen und eher belächelt? Und heute sieht das schon ganz anders aus.

    Ich glaube und hoffe, dass, auch wenn es schwierig sein mag, Geothermie sich ihren Rang erobern wird.