Windkraft in Ostwestfalen-Lippe im Aufwind

Nach dem jährlichen Windenergiekataster der Bezirksregierung Detmold stieg die Zahl der Windkraftanlagen in Ostwesfalen-Lippe im Jahr 2016 um 10 Prozent auf 1030 Anlagen. Im Kreis Paderborn befinden sich davon 547 Anlagen und entspricht mehr als der Hälfte der Gesamtzahl. Zu zusätzlichen Windenergieanlagen wurden zu 81 Prozent im Kreis Paderborn aufgestellt. Rund 33 Prozent der im Land NRW erzeugten Windenergie stammt aus OWL und laut Michael Ganninger von der Bezirksregierung Detmold, werden in Zukunft weitere Windenergieanlagen hinzukommen.

Wie Johannes Lackmann, der Geschäftsführer Technik von WestfalenWind Strom berichtet, sei die gute Eignungsfläche im Kreis Paderborn der Grund, weshalb dort weitere Investitionen erfolgen werden. Das enorme Wachstum 2016 bezeichnete er als „Ausreißereffekt“, weil im Kreisgebiet ungewöhnlich viele Anlagen zur gleichen Zeit fertig wurden, die bereits 2011 geplant worden seien. Die Windkraft-Akzeptanz sei gestiegen und die Anwohner würden in die Planungen einbezogen. Zum Beispiel habe es in Lichtenau keine Klagen wegen der Windräder gegeben.

Jürgen Baur, der Sprecher der Bürgerinitiative DaWi ist jedoch anderer Meinung. Denn es sei wegen des hohen Kostenaufwands keine Klage eingereicht worden. Niemand außer den Landbesitzern und Investoren sei mit der Bebauung zufrieden. In NRW sind Nachbarschaftsklagen kaum erfolgsversprechend, solange die gültigen Abstandsregelungen des Landes eingehalten werden.

Die Gegner und Befürworter der Windkraft müssen Kompromisse finden, weil die Windkraft einen wichtigen Beitrag zu umweltfreundlichen Energien liefert.

Dieser Artikel wurde von Andreas Krämer am 20. März 2017 geschrieben und unter Energie, News abgelegt. Ihm wurden folgende Schlagworte zugewiesen: , , .

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