Laut Bundesnetzagentur dank Ökostrom steigende Strompreise

“Wenn Strommengen aus den erneuerbaren Energien wachsen, wächst voraussichtlich auch der Förderbedarf über den Strompreis”, so der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, gegenüber der Frankfurter Rundschau.

Ein mehrstufiges System bildet die Grundlage für den Förderbedarf an Erneuerbaren Energien. Auf diese Weise erfolgt bei Errichtung einer Solarstromanlage gleich eine Mehrfachsubventionierung. Zum einen durch eine steuerliche Abzugsfähigkeit, zum anderen durch zinsgünstige Förderdarlehen sowie eine garantierte Einspeisevergütung für die Dauer von 20 Jahren zuzüglich des Jahres, in welchem die Solarstromanlage in  Betrieb genommen wurde beziehungsweise wird. Auf den Verbraucher wird über den Strompreis die Einspeisevergütung umgelegt.

Zahlreiche Stromanbieter begründeten ihre bereits im ersten Quartal dieses Jahres vorgenommene Erhöhung ihrer Preise für Strom mit einem unvorhersehbaren Anstieg der Menge an Strom, welche aus Erneuerbaren Energien in das Netz eingespeist wird. Insbesondere die zahlreichen Solarstromanlagen, welche von privaten und gewerblichen Besitzern von Immobilien auf ihrem Dach installiert werden, verursachen in der Summe einen erheblichen Kostenfaktor. Hierbei liegt die Begründung der Problematik in der garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom, welche über dem üblichen Marktpreis beziehungsweise Wiederverkaufspreis für Strom liegt.

Die Zahl der Solarstromanlagen wird zukünftig weiterhin sinken, und so ist für das erste Halbjahr 2010 ein Redkord neu in Betrieb genommener Solarstromanlagen zu erwarten, da Anlagen, welche noch bis zum Monat Juni an das Netz angeschlossen werden, erhalten noch die alte Eispeisevergütung. Zur Vermeidung weiterer Strompreissteigerungen beschloss die Bundesregierung Anfang des Jahres eine Kürzung der Einspeisevergütung. Hiermit sollten die Verbraucher entlastet werden. So haben diejenigen, welche die Installation einer Solarstromanlage noch im Jahr 2010 geplant hatten, ihr Vorhaben kurzfristig nach vorne verlagert, was auch seitens der Hersteller von Solarstromanlagen bestätigen. Laut deren Auskunft sind die Auftragsbücher voll und alle Kunden wollen ihre Anlage noch vor Kürzung der Einspeisevergütung ihre Anlage in Betrieb nehmen.

Quelle: http://www.stromrechner-24.de/bundesnetzagentur-steigende-strompreise-dank-okostrom/

Dieser Artikel wurde von Energieblog.de am 23. Mai 2010 geschrieben und unter blog, Energie, Energie und Umwelt, Energiekosten, News, Politik, Presse, Umwelt abgelegt. Ihm wurden folgende Schlagworte zugewiesen: , , , , , , , .

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