Tanja Gönner ruft Privathaushalte zum Energiesparen auf

Tanja Gönner (CDU), Umweltministerin von Baden-Württemberg, hat Privathaushalte aufgerufen, mehr Energie zu sparen. Bei der Vorstellung der Umweltdaten 2009 sagte Gönner, dass auf das Konto der Privathaushalte ein Anteil von einem Drittel der CO2-Emissionen im Jahr mit zuletzt rund 71 Millionen Tonnen ginge.

Ein großer Sanierungsstau bestehe vor allem in Bezug auf die energetische Gebäudesanierung. Energetisch saniert wurden vergangenes Jahr weniger als zwei Prozent von 2,3 Millionen Gebäuden. Bei Bedarf müsse der Bund die für dieses Jahr verfügbaren Zuschüsse von insgesamt 500 Millionen Euro aufstocken.

Gönner sagte weiterhin, dass die mittlerweile dreißigjährigen Messreihen ein “Gradmesser für die Bewertung der Umweltpolitik” seien. “Enorme Fortschritte” habe hierbei Baden-Württemberg gemacht. Das seit den 70er Jahren gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor, aber dennoch seien neue Herausforderungen wie beispielsweise der Klimawandel mit einer globalen Dimension präsent.

Nahezu verschwunden ist, laut Zahlen des Datenwerks, Schwefeldioxid, welches in den 80er Jahren verantwortlich war für sauren Regen und Waldsterben. Um über 65 Prozent bzw. mehr als 80 Prozent gingen die Emissionen bei Stickstoffoxiden und Staub zurück.

Weiterhin ernsthafte Probleme bestünden jedoch weiterhin in verkehrsbelasteten Gebieten beispielsweise mit Feinstaub, hinzu kommt als weiteres Problem die Lärmbelästigung. Ein starker Rückgang der Phosphatbelastung wurde bei ehemals vor dem Kollaps stehenden Gewässern verzeichnet, allein im Bodensee sank diese auf acht Milligramm pro Kubikmeter um rund 90 Prozent.

Gönner äußerte weiterhin, dass Umweltschutz sich “vom vermeintlichen Hemmschuh zum Motor für wirtschaftliches Wachstum” entwickelt habe. Im Jahr 2007 habe die Umweltbranche einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro verbucht, und im Umweltsektor seien inzwischen rund 150.000 Menschen beschäftigt.

 
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=5626232/401ooh/

Dieser Artikel wurde von Ulrike G. Reich am 17. November 2009 geschrieben und unter Energie, Energie und Umwelt, Energiekosten, News, Politik, Presse, Umwelt abgelegt. Ihm wurden folgende Schlagworte zugewiesen: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , .

8 Kommentare

  1. Martin Schulze (26.11.2009, 3:19 pm)

    Nachdem ich mich in den letzten Monaten ein wenig mit dem Thema alternative Energiegewinnung beschäftigen durfte, komm auch ich auf das Fazit: Wir werden unsere Umweltprobleme allein mit alternativer Energiegewinnung nicht in den Griff bekommen. Das Thema Energieverschwendung bietet sehr viel Potential.
    Martin

  2. Ulrike G. Reich (26.11.2009, 4:45 pm)

    “Wir werden unsere Umweltprobleme allein mit alternativer Energiegewinnung nicht in den Griff bekommen. Das Thema Energieverschwendung bietet sehr viel Potential.”

    Das sehe ich genau so, nur leider bei vielen muss dieses wohl erst noch ankommen.

  3. Andreas (02.12.2009, 11:23 pm)

    Die Verbraucher sollten vielmehr schon beim Kauf von neuen Elektrogeräten darauf achten, dass die Geräte stromsparend sind. Da muss man die Industrie aber ebenfalls in die Pflicht nehmen. Die Vebraucher können aber auch durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter ein Zeichen setzten. Vorzugsweise zu einem Anbieter der in neue Ökostromanlagen investiert. Dadurch kann der Anteil des Strom aus erneuerbaren Energie weiter wachsen.

  4. Michael (20.02.2010, 1:47 pm)

    Ja leider ist es so, dass man noch zum Energiesparen aufrufen muss. Normaler Weise müsste auch der letzte verstanden haben, dass es allerhöchste Zeit zum Undenken ist. Energiesparen ist keine Einzellösung die aus einem besseren Elektrogerät, einer energiesparenderen Heizung, Pelletsanlage oder Wärmepumpe besteht! Energiesparen ist ein Weg, den wir beschreiten müssen um unseren Nachkommen zuliebe Schadensbegrenzung zu betreiben!!!!!!

  5. Maike (24.02.2010, 4:28 pm)

    Same same. Momentan wieder jede Menge Meetings wo es darum geht Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Energiesparen wichtig ist und jeder Strom sparen kann – ohne großen Aufwand….wird leider noch immer viel zu selten gemacht. Sehr frustrierend!

  6. S.Schmidt (08.04.2010, 2:32 pm)

    Guten Tag,

    Meiner Meinung nach muss sich heutzutage jeder in Belangen Umwelt engagieren, und versuchen einen Unterschied zu machen. Schon die kleinsten Aktionen können die Umwelt schonen, zum Beispiel statt einer Geschäftsreise eine internationale Telefonkonferenz abzuhalten schont die Umwelt durch weniger CO2 Austoß, wie auch das Portemonaie. Jeder kann einen Unterschied machen.

    Die Politik muss natürlich mit gutem Beispiel vorrangehen.

    Gruß,

  7. Telefonkonferenzen (08.04.2010, 2:34 pm)

    Guten Tag,

    Meiner Meinung nach muss sich heutzutage jeder in Belangen Umwelt engagieren, und versuchen einen Unterschied zu machen. Schon die kleinsten Aktionen können die Umwelt schonen, zum Beispiel statt einer Geschäftsreise eine internationale Telefonkonferenz abzuhalten schont die Umwelt durch weniger CO2 Austoß, wie auch das Portemonaie. Jeder kann einen Unterschied machen.

    Die Politik muss natürlich mit gutem Beispiel vorrangehen.

    Gruß,
    S.Schmidt

  8. Anna (19.04.2010, 10:26 pm)

    Hallo !!

    Ich finde auch das es nicht immer nur reicht seinen Stromanbieter oder Gasanbieter zu wechseln um so Geld zu sparen. Wenn alle Menschen mal ein wenig mehr darauf achten würden wie verschwenderisch sie mit dem gut Energie umgehen würden manche Energielieferanten nicht mehr so viel Geld abräumen und sich ins Fäustchen lachen.

    PS : Toller Blog (Werde hier mal öfters vorbeischauen ) .

    LG
    Anna

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